Share and Manage – Plattform für den Austausch von Hilfsgütern zwischen zivilen Hilfsorganisationen

Studentisches Projekt an der Rheinischen Fachhochschule Köln

Ziel:

Entwicklung eines Corporate Designs und eines User Interfaces für eine Plattform zum Austausch von Hilfsgütern zwischen zivilen Hilfsorganisationen

Auftraggeber:

SAM e.V. – Manuel Hüttel, Bianca Fischer, Hannah Greiner

Meine Aufgaben:

Informationsarchitektur, UI Design, Videoproduktion, Projektmanagement

Team:

Alexey Raber, Lena Bühn, Benedikt Breuer, Lorenzo Bolognini, Kawe Ebadi, Franziska Fritz, Maria Hoffmann, Franziska Krug, Jakob Neubauer, Alina Stöcker, Nadine Whyler

Dauer:

4 Monate

Interne Organisation und Stakeholdermanagement

Der gesamte Kurs unseres Studiengangs war an diesem Projekt beteiligt. Diese Teamgröße ermöglichte uns kleine spezialisierte Teams zu bilden, die parallel zueinander verschiedene Aufgabenbereiche bearbeiteten, bspw. Nutzerforschung, Corporate Design oder Informationsarchitektur.

Um die Einhaltung des übergeordneten Projektplans zu gewährleisten und die Kommunikation zwischen den Teams sicherzustellen war ein Projektmanager notwendig. Diese Rolle beinhaltete die Vorbereitung und Moderation von Meetings, die Kundenkommunikation und das Projektcontrolling.

Von Nutzerbedürfnissen zu Sitemaps

Eine meiner Hauptaufgaben war es den persönlichen Bereich des Nutzers zu gestalten, in welchem dieser Anzeigen anlegt, verwaltet und Anfragen zu den Anzeigen beantwortet.

Die Funktionen, über welche der Bereich verfügen soll, wählten wir mithilfe einer Kombination aus Brainstorming und Interviews mit potenziellen Nutzern aus. Basierend auf dem festgelegten Funktionsumfang gestalteten wir mögliche User Flows und entwickelten hieraus eine zu den User Flows passende Sitemap der Anwendung.

Oftmals trafen wir auf das Problem, dass es mehrere gleichwertige Lösungsmöglichkeiten für dasselbe Gestaltungsproblem gab, die unterschiedliche Vor- und Nachteile aufwiesen. In solchen Fällen wurden die Vorzüge der verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten mit potenziellen Nutzern diskutiert, um die Lösung zu finden, die am besten zum gefragten Anwendungsfall passt.

Von Wireframes zu High Fidelity Mock-Ups

Die ersten Wireframes wurden parallel zur Entwicklung der Sitemap angefertigt, um die Unterschiede zwischen verschiedenen User Flow Variationen verdeutlichen zu können.

Nachdem das Corporate Design Team das Designsystem fertiggestellt hat, wurde das visuelle Design dieser auf die bisherigen Wireframes übertragen. Hieraus entwickelten wir die finalen High-Fidelity Mock-Ups der Anwendung, welche den Kunden als Deliverable übergeben wurden.

Storyboarding und Animation

Ergänzend zu dem Corporate Design produzierten wir ein Werbevideo, welches das Konzept und die Vorteile der Plattform beschreibt. Hierzu entwickelten wir in Kooperation mit unseren Auftraggebern die Kernbotschaften und den Text für das Video. Basierend auf diesem Text gestalten wir ein Storyboard mit zu den Botschaften passenden Visualisierungen, die wir schließlich in Adobe After Effects umsetzten. Zusätzlich lieh uns Sprecher Florian Märlender pro Bono seine Stimme für das Video, wofür ich mich an dieser Stelle nochmal herzlich bedanken möchte.

Was ist SAM? Share and Manage – für den einfachen Austausch von Hilfsgütern

Mehr ist nicht immer besser

In diesem Projekt hatten wir den Sonderfall, dass viel mehr Personen an dem Projekt beteiligt waren, als eigentlich notwendig wären. Wir sahen in dieser Situation die Chance mithilfe mehrerer parallel arbeitender Teams eine große Menge an Features zu gestalten und zusätzliche Deliverabels, beispielsweise das Werbevideo, zu produzieren die über den angefragten Umfang hinausgehen.

Die große Menge an geplanten Features und Deliverables führte jedoch dazu, dass das User Interface der Anwendung zwischenzeitlich überaus kompliziert und unübersichtlich wurde, weshalb viele der Features wieder gestrichen wurden. Die Arbeit in kleineren unabhängigen Teams brachte zusätzlich einen enormen Abstimmungsaufwand mit sich, der die gestalterische Arbeit deutlich verlangsamte. Eine stärkere Fokussierung auf die wesentlichen Kernfunktionen der Plattform zu Beginn des Projektes hätte in diesem Fall definitiv zu einem effizienteren Projektablauf beigetragen.